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Close-up of a rare, vibrant green aquatic plant with delicate leaves, showcasing healthy g

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Garnelenaquarium richtig einfahren – „Green Wall“ entstehen lassen!

  • 6. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Aug.


Viele Aquarianer denken, ein Garnelenaquarium sei nach drei oder vier Wochen automatisch eingefahren. Tatsächlich kann aber selbst ein Becken, das schon deutlich länger läuft, von der Biologie nicht optimal vorbereitet sein


Denn beim Einfahren geht es nicht nur darum, dass der Stickstoffkreislauf funktioniert. Viel wichtiger ist, dass sich genügend Aufwuchs, Biofilm und eine stabile Mikrofauna entwickeln – die Grundlage für gesunde Garnelen und vor allem für reichlich Babygarnelen.


In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, worauf es beim richtigen Einfahren wirklich ankommt und wie du mit einer Green Wall optimale Bedingungen für deine Garnelen schaffst.




Schritt 1: Die Bakterien brauchen Futter


Ein häufiger Fehler ist, ein frisch eingerichtetes Aquarium einfach nur laufen zu lassen. Ohne Nahrung können sich die nützlichen Bakterien jedoch nur sehr langsam vermehren.


Füttere das Aquarium deshalb bereits während der Einfahrphase regelmäßig mit einer kleinen Menge Staubfutter. Alle paar Tage eine kleine Prise reicht völlig aus. Dass dabei etwas Futter auf dem Bodengrund liegen bleibt und zersetzt wird, ist in dieser Phase sogar gewollt. Genau dadurch entsteht die Nahrungsgrundlage für die Bakterien, die sich nun vermehren und nach und nach einen schmackhaften Biofilm für unsere Garnelen aufbauen.


Alternativ kannst du auch Produkte wie Bacter AE (Bakterienpräparate) verwenden. Diese enthalten neben einer Futtergrundlage auch Bakterienkulturen und können den Aufbau des Biofilms zusätzlich unterstützen.


Kurz gesagt: Ohne Futter keine Bakterien – und ohne Bakterien kein gut eingefahrenes Garnelenaquarium.


Allein diese regelmäßige Fütterung reicht aus, um ein Aquarium über mehrere Wochen erfolgreich einzufahren. Die Bakterien können sich vermehren, der Biofilm entwickelt sich und das Becken wird nach und nach biologisch stabil.



Schritt 2: Ausreichend Sauerstoff


Damit sich die nützlichen Bakterien optimal vermehren und ihre Arbeit verrichten können, benötigen sie ausreichend Sauerstoff. Eine gute Sauerstoffversorgung ist deshalb ein wichtiger Baustein während der Einfahrphase und natürlich auch danach!


Optimal geeignet sind hierfür Luftheber, da sie das Wasser kontinuierlich mit Sauerstoff anreichern. Möchtest du stattdessen einen motorisierten Innenfilter verwenden, solltest du darauf achten, dass dieser über eine Luftansaugung verfügt oder die Wasseroberfläche ausreichend bewegt, damit genügend Sauerstoff ins Aquarium gelangt.




Schritt 3: "Die Green Wall" aufbauen



Möchtest du eine schöne "Green Wall" im Aquarium haben, ist das Prinzip eigentlich ganz einfach:


Nährstoffe + Lichtintensität + Beleuchtungsdauer + Zeit = Green Wall.


Je mehr Licht auf die gewünschte Scheibe fällt und je länger die Bedingungen konstant bleiben, desto eher bildet sich der gewünschte grüne Aufwuchs. Wichtig ist außerdem, die Scheibe in dieser Zeit nicht zu reinigen und dem Aquarium die nötige Ruhe zu geben. Mit etwas Geduld entsteht so nach und nach eine natürliche Aufwuchsfläche, die Garnelen rund um die Uhr als wertvolle Nahrungsquelle dient




Praxisbeispiel für den Aufbau einer Green Wall:


  • Beleuchtungsdauer: 8–12 Stunden täglich

  • Lichtintensität: ca. 60–100 % (je nach Lampe)

  • Nährstoffe: regelmäßige Fütterung mit Staubfutter

  • Zeit: etwa 4–8 Wochen


Unter diesen Bedingungen entwickelt sich in vielen Garnelenaquarien nach und nach eine schöne Green Wall.


Hinweis: Reichen die vorhandenen Nährstoffe im Aquarium nicht aus, können diese bei Bedarf zusätzlich über einen NPK-Dünger eingebracht werden



Während der Einfahrphase möglichst keine Wasserwechsel


Während der Einfahrphase solltest du möglichst auf Wasserwechsel verzichten. Ziel ist es, dass sich das Aquarium biologisch entwickeln kann und genügend Nährstoffe für Bakterien, Biofilm und die Green Wall zur Verfügung stehen. Ein ständiger Wasserwechsel würde diesen Prozess eher verlangsamen.


Da sich in dieser Phase ohnehin noch keine Garnelen im Aquarium befinden, sind Wasserwechsel in der Regel sowieso nicht notwendig. Gib dem Becken einfach die Zeit, in Ruhe zu reifen



Tipp: Während der Green-Wall-Phase auf Pflanzen verzichten


Wenn du gezielt eine Green Wall aufbauen möchtest, solltest du zunächst auf Pflanzen und Moose verzichten. Bei der höheren Lichtintensität, die den Aufbau der Green Wall fördert, veralgen viele Pflanzen ohnehin schnell.



Außerdem verbrauchen Pflanzen einen Teil der vorhandenen Nährstoffe. Ohne Pflanzen stehen diese der Green Wall vollständig zur Verfügung, wodurch sich der gewünschte Aufwuchs meist schneller und gleichmäßiger entwickelt.


Sobald sich eine schöne Aufwuchswand gebildet hat, können Pflanzen und Moose problemlos eingesetzt werden



Bobs Kommentar


Wenn du dein Aquarium nach dieser Methode einfährst, erhältst du in der Regel ein biologisch sehr stabiles Becken mit einer schönen Green Wall und reichlich natürlichem Aufwuchs – die perfekte Grundlage für gesunde Garnelen.


Bevor wir neue Garnelen einsetzen, entfernen wir ein bis zwei Tage vorher lediglich störende Algen, wie zum Beispiel Fadenalgen. Die Green Wall selbst bleibt dabei selbstverständlich erhalten. Anschließend führen wir einen großen Wasserwechsel von etwa 90 % durch, bereiten das frische Wasser vor und lassen es ein bis zwei Tage auf die richtige Temperatur kommen. Erst danach setzen wir die Garnelen ein.


Mit dieser Vorgehensweise haben wir persönlich die besten Erfahrungen gemacht. Das Aquarium konnte über mehrere Wochen in Ruhe reifen und wird erst unmittelbar vor dem Besatz mit frischem Wasser versorgt. So starten die Garnelen unter optimalen Bedingungen in ein biologisch stabiles Becken



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