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Close-up of a rare, vibrant green aquatic plant with delicate leaves, showcasing healthy g

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Caridina Aquarium einrichten - simpel und effektiv 

  • 27. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Aug.



Ein leeres Aquarium vor sich zu haben, ist immer ein besonderer Moment. Man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und das Becken ganz nach den eigenen Vorstellungen gestalten. Genau hier passieren aber oft die ersten Fehler.


Viele versuchen, ein aufwendiges Aquascape und ein Zuchtbecken miteinander zu kombinieren. Das kann durchaus funktionieren – spätestens bei empfindlichen oder hochwertigen Caridina-Hochzuchten führt dieser Kompromiss jedoch häufig zu unnötigen Problemen.


Deshalb halten wir es in diesem Artikel bewusst einfach. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du ein Caridina-Aquarium unkompliziert, praxiserprobt und ohne unnötigen Schnickschnack einrichtest. So schaffst du die besten Voraussetzungen für gesunde Garnelen, stabile Wasserwerte und eine erfolgreiche Vermehrung.



Der richtige Soil


Der Bodengrund ist einer der wichtigsten Bausteine eines Caridina Zuchtaquarium. Für Caridina Hochzuchten empfiehlt sich ein aktiver Soil, der den pH-Wert senkt und gleichzeitig die Wasserwerte stabil hält.


Optimal ist ein pH-Wert von etwa 5,4 bis 5,8. Dieser Bereich kommt dem natürlichen Lebensraum vieler Caridina-Garnelen sehr nahe. Gleichzeitig entwickeln sich bei niedrigeren pH-Werten viele Keime und Bakterien deutlich schlechter als in neutralem oder alkalischem Wasser. Das kann die Keimdichte im Aquarium verringern und sorgt oft für bessere Bedingungen – besonders bei empfindlichen Hochzuchten


Achte deshalb darauf, einen Soil zu wählen, der den pH-Wert zuverlässig in diesem Bereich hält. Er bildet die Grundlage für ein langfristig stabiles und erfolgreiches Caridina-Becken


Die besten Erfahrungen haben wir mit GEILEE Soil und ADA Amazonia Version 1 gemacht, diese sind etwas schwerer zu bekommen, aber lohnen sich aus unserer Sicht extrem!



Die Einrichtung 


Für unsere Caridina-Becken verwenden wir eine sehr dünne Schicht Soil in Kombination mit einer UGF-Box. Mit diesem Aufbau haben wir über die Jahre die besten Erfahrungen gemacht. Er sorgt für stabile Wasserwerte über eine lange Zeit, bietet eine große Besiedlungsfläche für nützliche Bakterien und sorgt außerdem für kristallklares Wasser.


Die Soilschicht sollte dabei wirklich nur so dick sein, dass der Bodengrund gerade eben bedeckt ist. Mehr Soil bringt aus unserer Sicht keine Vorteile. Im Gegenteil: Mit zunehmender Schichthöhe können sich schnell organische Ablagerungen im Bodengrund ansammeln und die Keimdichte/Bakterienwachstum unnötig erhöhen.



Die UGF-Box wird anschließend mit Soil befüllt. Dadurch steht den Garnelen und den Filterbakterien trotzdem ausreichend aktiver Bodengrund zur Verfügung, ohne dass das gesamte Aquarium mit einer dicken Soilschicht gefüllt werden muss.


Natürlich gibt es auch andere funktionierende Konzepte, beispielsweise Becken mit blankem Glasboden oder Aquarien ohne UGF-Box. In diesem Artikel konzentrieren wir uns jedoch auf die Methode, die sich bei uns in der Praxis am zuverlässigsten bewährt hat.




Die Filterung


Die UGF-Box übernimmt in unserem Aufbau bereits einen großen Teil der Filterung. Durch ihre enorme Besiedlungsfläche können sich dort sehr viele nützliche Filterbakterien ansiedeln, die Schadstoffe zuverlässig abbauen. Gleichzeitig sorgt sie für eine gleichmäßige Durchströmung des Bodengrunds.


Zusätzlich betreiben wir in jedem Becken einen Doppelschwammfilter. So kombinieren wir zwei bewährte Filtersysteme und schaffen eine besonders ausfallsichere Filterung.

Der große Vorteil: Sollte der Durchfluss eines Filters einmal nachlassen oder ein Filter gewartet werden müssen, übernimmt der andere weiterhin die Filterleistung. Das gibt deutlich mehr Sicherheit und sorgt für ausreichend gute Filterbakterien.


Ein weiterer Pluspunkt ist die Belüftung. Beide luftbetriebenen Filtersysteme bringen kontinuierlich Sauerstoff ins Wasser. Gerade Caridina Garnelen profitieren von einem hohen Sauerstoffgehalt, weshalb es immer sinnvoll ist sich nicht nur auf einen Filter zu verlassen.


Aus unserer Erfahrung hat sich diese Kombination aus UGF-Box und Doppelschwammfilter als besonders zuverlässig erwiesen und ist eine klare Empfehlung!



Pflanzen und Moose


Auch in ein klassisches Zuchtbecken gehören Pflanzen und vorallem Moose. Sie bieten den Garnelen zusätzliche Oberflächen zum Abweiden, schaffen Versteckmöglichkeiten für Jungtiere und tragen zu einem stabilen Aquarium bei.


Trotzdem gilt auch hier unser Grundsatz: So einfach wie möglich. Das Becken sollte übersichtlich bleiben und jederzeit gut einsehbar sein. So lassen sich die Tiere besser beobachten und Pflegearbeiten deutlich einfacher durchführen



Aus diesem Grund verwenden wir überwiegend Moosgitter und Pflanzkörbe, die wir speziell für diesen Einsatzzweck entwickelt haben und selbst in unseren Zuchtanlagen nutzen. Diese heben das Moos etwas vom Bodengrund ab und helfen so, Gammelstellen darunter zu vermeiden. Gleichzeitig entsteht ein kleiner Unterstand, den die Garnelen besonders bei starker Beleuchtung gerne als schattigen Rückzugsort nutzen.


Bei stark besetzten Zuchtbecken kann es zusätzlich sinnvoll sein, schnell wachsende Pflanzen wie Hornkraut oder Nixkraut einzusetzen. Diese nehmen große Mengen an Nährstoffen aus dem Wasser auf und können so dazu beitragen, die Wasserqualität auch bei einer hohen Garnelendichte langfristig stabil zu halten.



Bobs Kommentar


Aus unser Erfahrung ist der Aufbau des Aquariums schon die halbe Miete. Wer von Anfang an auf ein einfaches, gut überschaubares System setzt, hat deutlich bessere Chancen, langfristig erfolgreich Caridina Garnelen zu halten und zu vermehren.

Mischung aus Aquascape und Zuchtaquarium funktioniert aus unser Erfahrung nicht besonders gut, entscheide dich für eins und mach es richtig!



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