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Close-up of a rare, vibrant green aquatic plant with delicate leaves, showcasing healthy g

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Wie viele Garnelen ins Aquarium? Startgruppe & Besatzdichte

19. Aug.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Sept.

Das neue Aquarium ist eingerichtet, die Technik läuft und nach der Einfahrzeit ist endlich der Moment gekommen: Die ersten Garnelen dürfen einziehen. Die Vorfreude ist groß – gleichzeitig taucht fast immer dieselbe Frage auf: Wie viele Garnelen sollte man überhaupt einsetzen? Reichen zehn Tiere als Startgruppe, dürfen es gleich zwanzig sein oder wird das Aquarium dann schon zu voll?

In diesem Beitrag erfährst du, wie groß eine sinnvolle Startgruppe ist, welche Besatzdichte dein Aquarium später verträgt und warum die Literzahl allein dabei nicht entscheidend ist.

Startbesatz: Diese zwei Fragen entscheiden

Eine pauschal richtige Anzahl gibt es beim Startbesatz nicht. 10x Zwerggarnelen können bereits eine funktionierende Startgruppe bilden – auch in einem größeren Aquarium. Ob du besser mit mehr Tieren beginnst, hängt vor allem von zwei Fragen ab: Wie viele Garnelen möchtest du von Anfang an sehen und wie schnell soll sich dein Stamm entwickeln?

Wie viele Garnelen möchtest du sehen?

Je größer und stärker strukturiert das Aquarium ist, desto weniger wirst du von einer kleinen Startgruppe sehen. In einem 30 Liter Aquarium können 10x Garnelen bereits gut sichtbar sein. Ist das Becken jedoch dicht bepflanzt und bietet viele Verstecke, siehst du möglicherweise trotzdem nur vereinzelt Tiere.

In einem gut bepflanzten 120 Liter Aquarium fallen 10x Garnelen dagegen kaum auf. Möchtest du dort von Anfang an mehr Aktivität beobachten, kannst du beispielsweise mit 30x bis 50x Garnelen starten. Diese größere Gruppe ist nicht zwingend notwendig, macht bei der Sichtbarkeit aber einen deutlichen Unterschied.

Wie schnell soll sich der Stamm entwickeln?

Wenn du Geduld hast, können auch 10x Garnelen ausreichen. Vorausgesetzt, beide Geschlechter sind vertreten und die Bedingungen stimmen, vermehren sich die Tiere mit der Zeit und bauen nach und nach einen größeren Stamm auf.

Möchtest du gezielt züchten oder schneller einen größeren Bestand erreichen, ist eine stärkere Startgruppe sinnvoll. Mit mehr Tieren steigt die Wahrscheinlichkeit, mehrere Weibchen zu erhalten. Dadurch können mehrere Weibchen gleichzeitig Nachwuchs tragen und der Bestand wächst deutlich schneller.

10x Garnelen sind somit eine mögliche Ausgangsgruppe. Eine größere Startgruppe lohnt sich vor allem dann, wenn du deine Garnelen von Anfang an häufiger sehen oder schneller Zuchterfolge erzielen möchtest

Besatzdichte: Wie viele Garnelen sind zu viele?

Bei Zwerggarnelen gibt es keine starre Höchstzahl pro Liter. Stattdessen besitzt jedes Aquarium eine natürliche Kapazitätsgrenze. Der Bestand wächst so lange, wie ausreichend Nahrung vorhanden ist und die Wasserqualität stabil bleibt. Wird diese Grenze erreicht, tragen häufig weniger Weibchen Eier oder es kommen kaum noch Jungtiere hoch. Die Population wächst dann nicht weiter und stabilisiert sich auf einem bestimmten Niveau.

Begrenzter Biofilm und verfügbares Futter

Je mehr Garnelen im Aquarium leben, desto mehr Tiere müssen sich den vorhandenen Biofilm und Aufwuchs teilen. Irgendwann reicht diese natürliche Nahrungsgrundlage nicht mehr aus, um immer mehr Jungtiere zu versorgen.

Durch zusätzliches Futter lässt sich ein größerer Bestand unterstützen. Auf diese Weise kann man die mögliche Besatzdichte noch etwas erhöhen. Unbegrenzt funktioniert das jedoch nicht, denn mehr Futter bedeutet gleichzeitig eine stärkere Belastung für das Aquarium.

Wasserqualität als zweite Grenze

Mit steigender Besatzdichte und zunehmender Fütterung gelangen mehr organische Belastungen ins Wasser. Dadurch kann unter anderem die Keimdichte steigen. Erwachsene Garnelen kommen mit solchen Bedingungen teilweise noch zurecht, während empfindliche Jungtiere schlechter durchkommen oder bereits kurz nach dem Schlupf sterben.

Ein größeres Aquarium bietet mehr Wasservolumen, mehr besiedelbare Oberflächen und meistens auch mehr natürlichen Aufwuchs. Deshalb kann es grundsätzlich einen größeren Garnelenbestand tragen. Aber auch dort wird irgendwann ein Punkt erreicht, an dem kaum noch zusätzliche Jungtiere hochkommen.

Bob’s Kommentar In einigen unserer Aquarien leben zeitweise sehr große Garnelenbestände. Sobald die Kapazitätsgrenze erreicht ist, beobachten wir dort deutlich weniger Nachwuchs. Verkaufen wir anschließend einen Teil der Tiere, kommen häufig wieder mehr Junggarnelen hoch – obwohl wir weder die Fütterung noch die Pflege des Aquariums verändert haben. Du musst deshalb keine Angst haben, dass sich deine Garnelen unbegrenzt vermehren und das Aquarium irgendwann aus allen Nähten platzt. Der Bestand findet in der Regel eine Grenze, die zu den vorhandenen Bedingungen passt.

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